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Zeichnungen

== 2020b_img-2.jpg == Zum Traktor JD mit dem großen Anhänger gehört auch ein Ladegerät. Interessant sind die vergleichsweise kleinen, aber sehr leistungsfähigen Teleskoplader. Der Lader MERLO P27.6 stand Pate bei der Entwicklung des Spielzeugs im Maßstab 1:14. Dieser Maßstab ist bei Modellfahrzeugen üblich.
     Der Teleskoplader ist kompliziert. Deshalb steht vor dem Bau die Konstruktion, das Anfertigen der Zeichnungen im Maßstab 1:1. Lieber dreimal die Zeichnungen ändern, als beim Bau mit Ungereimtheiten überrascht werden!
     So ganz glatt lief der Bau dennoch ncht ab. Der Teufel, der bekanntlich im Detail steckt, heute ab und zu seine helle Freude. Schließlich ist aber das Werk gelungen. Der Teleskoplader funktioniert!

Teleskoplader

== 2019c_img-3.jpg == Der Teleskoplader hat einschließlich der Schaufel ein Boxvolumen von 41x15x17 cm (LxBxH). Er ist aus Buchensperrholz und -massivholz gefertigt. Die hoch beanspruchten Teile sind aus Messing oder Edelstahl.
     Der Teleskoplader kann als Zugmaschine für kleinere Anhänger verwendet werden.

== 2019c_img-4.jpg == In der Ansicht von rechts sieht man die Bedienelemente für den Geräteträger (1) und den Arm (2). Wenn der Arm angehoben wird, wird gleichzeitig das Teleskop ausgezogen. Die Raste (3) stützt den Arm, wenn er angehoben ist. Diese Raste kann ausgeschaltet werden. Dazu wird sie in der hinteren Position von einem kleinen Magneten gehalten.

Teleskoparm in Funktion

== 2019c_img-5.jpg == Die Zeichnung (erstes Bild) und das Foto zeigen die Kopplung zwischen dem Auszug des Arms und der Bodengruppe. Der Flaschenzug ist so ausgelegt, dass der Teleskoparm seinen maximalen Auszug erreicht, wenn er maximal angehoben ist. Bei der Vorwärtsbewegung des Auszugs wird eine Zugfeder im Innern des Arms gespannt. Diese Zugfeder übernimmt die Rückwärtsbewegung. In der tiefsten Position wird der Teleskoparm verriegelt, damit er bei Rückwärtsfahrt durch die Reibung der Schaufel auf dem Untergrund nicht ausgezogen wird.
     Der Auszug ist auf kleinen Rillenkugellagern gelagert. Ohne diese Kugellager sind die Reibungskräfte zu groß. In der Schnur wirken ohnehin schon hohe Zugkräfte. Da die Schnur dünn sein soll, erfüllt nur eine Angelschnur aus 0,3 mm DYNEEMA die Anforderungen. Die maximale Zugkraft beträgt bei dieser dünnen Schnur 440 N (für Laien besser vorstellbar: 44 kg).

Das Video zeigt den Bewegungsablauf des Teleskoparms. In der ersten Phase wird der Geräteträger und damit die Schaufel gekippt. In der zweiten Phase wird der Arm angehoben. Das Klackern entsteht, wenn der Arm einrastet. In der dritten Phase wird die Schaufel entleert.

Chassis

== 2019c_img-6.jpg == Das Chassis ist eine eigene Baugruppe, die von unten an die Bodengruppe angeschraubt wird. Beide Achsen sind gegenläufig gelenkt (Allradlenkung). Die Lenkung wird über die senkrechte Lenksäule (L) betätigt.

== 2019c_img-7.jpg == Das Foto zeigt das Chassis von oben. Am unteren Bildrand ist die Lenksäule zu sehen. Die Spurstangen der beiden spiegelsymmetrischen Achsen und die Koppelstange sind einstellbar. So können kleinere Fertigungsfehler ausgeglichen werden.

== 2019c_img-8.jpg == Die Reifen des Teleskopladers sind aus schwarz eingefärbtem Silikon gegossen. Die Details der Fertigung solcher Reifen sind im Report
   Wie man einen Reifen herstellt
beschrieben. Die Naben sind aus Erlenholz gedrechselt, in die Buchsen aus Messing eingepresst sind.

Anbaugeräte

== 2019c_img-9.jpg == Am vorderen Ende des Teleskoparms sitzt ein kippbarer Geräteträger. Der Hebel für den Geräteträger rastet ein, damit willkürliche Bewegungen ausgeschlossen sind. An diesem Geräteträger ist die Schaufel mit Bolzen befestigt. Andere Geräte, wie zum Beispiel eine Gabel für Strohballen (Klosettpapierrollen), sind möglich.




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