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Maria und Josef sind einander zugetan und freuen sich über Jesus Gießharz (gefülltes Polyurethan)
24 x 38 x 8 cm (B x H x T)

Die «pastorale Symphonie», die der Evangelist Lukas vor uns ausbreitet, der Stall, die Hirten, die jubelnden Engel, ist das wirklich der Kern von Weihnachten?

Die Geburt eines Kindes ist ohne Engel und Hirten ein großartiges Ereignis. Maria und Josef, die jungen Eltern des Jesus, haben miteinander die Zeit der Schwangerschaft erlebt und waren überglücklich, als sie den Neugeborenen in ihren Armen halten konnten. Auch das fast revolutionäre Magnifikat, das Maria am Beginn der Schwangerschaft singt, ist ein Schlüssel für Weihnachten. Aus diesem Lied klingt die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, der Schrei der Unterdrückten. «Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.» (Luther-Bibel 2017, Lukas, 1. Kapitel).

Maria, Josef und Jesus im Porträt Ich stellte mir von Anfang an ein Relief vor, das nur das Wesentliche zeigt. Die jungen Eltern Maria und Josef mit ihrem Kind, das in meiner Darstellung schon einige Wochen alt ist. Viel spricht dafür, dass Josef und Maria engagierte Juden waren, die im Konflikt mit den herrschenden Verhältnissen standen, die Ungerechtigkeit und Unterdrückung durch die römischen Besatzer und ihre Vasallen überwinden wollten. Josef trägt als Jude die Kippa. Maria und Josef sind sich einander zugetan. Der Esel steht im Hintergrund. Er steht für das Unterwegs-sein. Mussten Josef und Maria vor der Obrigkeit fliehen? Oder waren sie auf der Flucht vor Schande und Verfolgung, weil Maria und Josef ein außereheliches Kind erwarteten. Jesus kam in Bethlehem zur Welt, das etwa 17 km von Nazareth entfernt ist, der Heimat seiner Eltern.




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